Omaha: Werth mit Losglück beim Weltcup-Finale

Warendorf (fn-press). Das Weltcup-Finale der Dressur- und Springreiter kann beginnen – gestern Abend (Ortszeit) wurde die Startreihenfolge für den Grand Prix sowie für die erste Qualifikation der Parcoursspezialisten ausgelost. Als Kulisse für die Eröffnungszeremonie diente der Zoo von Omaha, genauer gesagt das Aquarium. Die beste Ausgangslage für den Grand Prix haben die Top-Favoriten: Isabell Werth und ihre Stute Weihegold OLD, die als letztes von insgesamt 16 Paaren starten. Im Springen macht ein Deutscher den Auftakt. 

Omaha, die größte Stadt im US-Bundestaat Nebraska, ist leider noch gar nicht auf Frühling eingestellt. Muss sie auch nicht, denn das größte Sportevent, das in diesem Jahr dort stattfindet, wird unter dem Hallendach ausgetragen. Das CenturyLink Center, in dem bis zu 13.000 Zuschauer Platz finden, ist der Ort, auf den sich in den kommenden vier Tagen die Augen der Reitsport-Fans richten. Während es draußen stürmt und regnet, sind die Bedingungen drinnen top – darin sind sich Reiter und Bundestrainer einig. Genügend Platz zum Abreiten, guter Boden, Stallungen unter dem Hallendach, eine Wiese zum Grasen für die Pferde vor der Tür und das Reiter-Hotel direkt gegenüber.

Den Vet-Check haben alle deutschen Pferde anstandslos absolviert. Sportlichen Höchstleistungen steht also nichts mehr im Wege. Die ausgeloste Startreihenfolge geht aus deutscher Sicht auch in Ordnung. Vor allem für die Olympia-Zweite und Beste der Weltcup-Qualifikationen – Isabell Werth (Rheinberg). Die Irin Judy Reynolds und der Brite Carl Hester spielten die Glücksfeen bei der Auslosung. Und das für Werth im wahrsten Sinne des Wortes. Die 47-Jährige darf am heutigen Donnerstag mit ihrer Oldenburger-Stute Weihegold (von Don Schufro – Sandro Hit) den Schlusspunkt unter den Grand Prix setzen. Die Prüfung beginnt um 14 Uhr Ortszeit, also um 21 Uhr deutscher Zeit. Startzeit für das einzige deutsche Paar ist 16.35 Uhr (23.35 Uhr). Als Vorletzte betreten die US-Amerikanerin Laura Graves und Verdades das Viereck. Nachdem Titelverteidiger Hans Peter Minderhoud (NED) und die Bayerin Jessica von Bredow-Werndl ihre Teilnahme kurzfristig absagen mussten – Minderhouds Pferd Flirt lahmte, von Bredow-Werndls Unée BB hatte vor dem Abflug eine leichte Kolik – gilt die Amerikanerin, die bei den Olympischen Spielen in Rio Platz vier in der Kür belegte, als ärgste Konkurrentin von Isabell Werth.

Im Parcours wird es gleich zum Auftakt ein deutsches Paar zu sehen geben. Markus Brinkmann (Herford) und sein Holsteiner Pikeur Dylon (von Diamant de Semilly – Carry) geben ab 19 Uhr (2 Uhr in Deutschland) ihr Debüt beim Weltcup-Finale. Insgesamt starten 37 Paare in der ersten Qualifikation der Springreiter. Darunter vier weitere Deutsche (in dieser Reihenfolge): Marcus Ehning (Borken) mit Pret a Tout, Christian Heineking (Fort Worth) mit NKH Caruso, Guido Klatte jun. (Lastrup) mit Qinghai und Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Chiara.

 

Andreas Kerstan

 

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