Las Vegas: Sieg für Christian Heineking – Mecklenburger mit Wohnsitz in Texas gewinnt das Weltcup-Springen

Las Vegas (fn-press). Christian Heineking erzielte in Las Vegas einen der größten Erfolge seiner Karriere im Springsport. Der 37-jährige gebürtige Mecklenburger gewann mit dem Oldenburger Wallach Aje Cluny den Weltcup. In der Spielerstadt sattelte auch Guido Klatte jun. aus Lastrup. Der 20-jährige B-Kaderreiter wurde mit Qinghai, ebenfalls Oldenburger Springpferd (OS), Siebter. 

Kenner des Mecklenburger Springsports werden sich noch gut an Christian Heineking erinnern. Der 37 Jahre alte Springreiter wuchs in Strasen bei Neustrelitz an der Mecklenburger Seenplatte auf und absolvierte eine Bereiterlehre am Landgestüt Redefin. Mit den Gestütshengsten erzielte er zahlreiche Erfolge, zunächst auch in der Dressur. Zur Jahrtausendwende konzentrierte er sich ganz aufs Springen. Nach einem kurzen Aufenthalt in den USA reifte der Plan, ganz nach Amerika überzusiedeln. 2008 ließ er sich in Texas nieder und betreibt mit seiner Ehefrau Erin Davis-Heineking, ebenfalls erfolgreiche Springreiterin, einen Ausbildungsstall in Fort Worth, der fünftgrößten Stadt des US-Bundesstaates.

Seine deutsche Staatsangehörigkeit hat Heineking beibehalten, und so nennt ihn das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) regelmäßig für die großen internationalen Turniere in den USA. So auch für Las Vegas, wo der Weltcup der amerikanischen Ligen Station machte. Nach fehlerfreiem Umlauf gelang Heineking mit dem zwölfjährigen OS-Wallach Aje Cluny v. Cash and Carry auch im siebenköpfigen Stechen eine Nullrunde in 37,82 Sekunden. Der Vorsprung auf den Zweiten hätte allerdings knapper nicht sein können. Nur eine hundertstel Sekunde länger war der ebenfalls fehlerfreie Mexikaner Enrique Gonzalez (52), Olympiateilnehmer 2008, mit der Hannoveranerin Chacna v. Chacco-Blue unterwegs. Auch Guido Klatte konnte sich fürs Stechen qualifizieren. Der erst 20-Jährige, der sich einigen Wochen in den USA aufhält, gab mit dem neunjährigen Quidam de Revel-Sohn Qinghai aus der OS-Zucht allerdings auf und wurde Siebter. In der Prüfung „Las Vegas Speed Classics“ ritt er mit Qinghai zudem auf den vierten Platz. Weitere Teilnehmer aus Deutschland waren in Las Vegas nicht am Start. hen

 

Julia Schroeder

 

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