Verona: Glücklos im Weltcup der Springreiter – Philipp Weishaupt als bester deutscher Reiter auf dem 13. Platz

Verona (fn-press). Die vierte Etappe des Springreiter-Weltcups im italienischen Verona war von zahlreichen Überraschungen geprägt. Viele der favorisierten Reiter erreichten nicht das Stechen. Dies erging auch den allermeisten deutschen Paaren so. Allein Philipp Weishaupt (Riesenbeck) konnte sich nach fehlerfreiem Umlauf fürs Finish qualifizieren. 

Am vergangenen Wochenende drückten die deutschen Springreiter dem Finale der Global Champions Tour in Doha/Katar ihren Stempel auf, doch ein paar Tage später beim Weltcup-Turnier in Verona sollte nicht viel gelingen. Ein regelrechtes „Favoritensterben“ prägte die Prüfung. So konnte der Ägypter Abdel Said die vierte Station der aktuellen Weltcup-Saison gewinnen. 37,96 Sekunden reichten dem 27-Jährigen, der in Belgien lebt, zum Sieg. Auf den Plätzen zwei und drei behaupteten sich der Franzose Simon Delestre mit dem Hosteiner Casall-Sohn Chesall (0/39,62) und der Schweizer Martin Fuchs mit dem Westfalen Clooney (0/40,62). Philipp Weishaupt und der Holsteiner Lord Chambertin hatten zwar den Umlauf fehlerfrei gemeistert, aber mit Platz 13 im Stechen reichte es nicht einmal für eine Platzierung.

Das 37-köpfige Weltcup-Springen nahm von Beginn an einen kuriosen Verlauf. Nach der ersten Hälfte der laut Weltrangliste schwächeren Reiter hatte zehn Paare das Stechen erreicht, so dass es schon nach einem zweiten Umlauf „roch“, doch dann traten die vermeintlich besseren Reiter in der zweiten Hälfte weitgehend erfolglos auf den Plan. Manche Aktive hatte allerdings nicht ihre Toppferde eingesetzt, mit denen sie ein Wochenende zuvor das Finale der Global Champions Tour in Doha bestritten hatten, sondern gaben ihren „Zweitpferden“ eine Chance. Dieser zweiten Hälfte gelangen nur drei fehlerfreie Runden. Daniel Deußer, mit Equita zwei Wochen zuvor Weltcupsieger von Lyon, gab mit der belgischen Stute nach zwei Springfehlern auf. Christian Ahlmann (Marl), die aktuelle Nummer 1 der Welt, beendete im Sattel des Belgiers Epleaser den Parcours mit zwei Abwürfen, ebenso wie Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit dem Oldenburger Comanche sowie Marcel Marschall (Altheim) mit der Holsteinerin Utopia.

Die deutschen Reiter befanden sich bester Gesellschaft, denn so wie ihnen erging es unter anderem auch dem amtierenden Schweizer Weltcup-Gesamtsieger Steve Guerdat mit Big Red, den beiden Briten Scott Brash mit Ursula sowie Ben Maher mit Diva, dem Franzosen Roger-Yves Bist mit Pegase du Maurier und der Australierin Edwina Tops-Alexander mit ihrem Spitzenpferd Lintea Tequila. Die nächste Chance, Weltcuppunkte zu sammeln, bietet sich beim Turnier „German Masters“ in Stuttgart am kommenden Wochenende. hen

 

Julia Schroeder

 

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